France Lake Wilderness Lodge
Yukon Wilderness Lodge

Frances Lake Geschichte



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Frances Lake und seine Geschichte
Im Sommer 1840 kam Robert Campbell als erster weisser Mann in die Gegend des Frances Lake. Auf seiner berühmten Entdeckungsreise für die Hudson’s Bay Company (HBC) folgte er den Flüssen Dease, Liard und Frances vom Dease Lake bis zum Frances Lake und weiter zum Pelly River.

Die einheimischen Indianer nannten den Frances River „Too-Tsho-Tooa“, was übersetzt „Grosser See Fluss“ heisst. Campbell benannte den See und den Fluss nach Lady Frances Simpson, der Frau des Gouverneurs der Hudson’s Bay Company Sir Georg Simpson.

Für eine lange Zeit war der Frances Lake Teil der Handelsroute der HBC in das Innere des Yukons. Schlussendlich wurde die Route aber aufgegeben, weil die Stromschnellen des Frances und Liard Rivers zu viele Menschenleben kosteten.

Robert Campbell (1808-1894)
Robert Campbell, geboren am 21. Februar 1808 in Schottland, wuchs als Sohn eines Schaffarmers auf. Im Alter von 22 Jahren erhielt er eine Stelle als Verwalter auf einer experimentellen Farm der Hudson’s Bay Company in Manitoba.

1833 schickte ihn sein Arbeitgeber nach Fort Resolution in den Nordwest Territories, wo er den Handelsposten betreute. Schon bald konnte er seine eigenen Entdeckungsreisen unternehmen, die ihn dann berühmt machten. Die erste Reise führte von Fort Halkett auf dem Liard River nach Dease Lake, British Columbia, wo er und seine indianischen Weggefährten den Winter vor Hunger beinahe nicht überlebten. In 1840 reiste er weiter auf  dem Liard (wohlgemerkt gegen die Strömung!) bis er den Frances River und schliesslich den Frances Lake erreichte. Nachdem er hier 1842 den Posten errichtet hatte, führte ihn seine Entdeckungsreise bis zum Pelly River und dem Yukon, wo er das Fort Selkirk gründete.

Nach einigen Zwischenfällen mit ansässigen Indianerstämmen und auf Grund der Tatsache, dass die Stromschnellen vorallem am Liard River zu viele Tote forderten, musste die Handelsroute am Frances Lake 1852 aufgegeben werden. Robert Campbell kehrte nie mehr in den Yukon zurück.

George Mercer Dawson (1849-1901)
Dawson war ein vielbegabter Wissenschaftler und hervorragender Mensch. Er bereiste den Frances Lake 1887 und verfasste ein unfangreiches Tagebuch mit Notizen über seine Beobachtungen. In diesem Dawson Report schreibt er: “Wenige Seen, die ich gesehen habe, übertreffen die natürliche Schönheit des Frances Lake. Und die Landschaft im Ostarm, grenzend an die Too-tsho Range, ist einzigartig.“

Anton Money
Anton Money war ein englischer Goldsucher, der um 1930 an den Frances Lake kam. Er lebte hier für einige Jahre mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn. In seinem Buch „This was the North“ schilderte er sein einfaches Leben, lobte die Herrlichkeit und den Frieden der Wildnis. Er beschrieb seine Gefühle von Freiheit, Unabhängigkeit und der Befriedigung, seine Pläne ohne fremde Hilfe in die Tat umsetzen zu können.

The National Geographic Magazine
May, 1942

William Hamilton und Ruth Albee beschreiben in einem Artikel ihre Reise von üer 300 Meilen von Watson Lake zum Frances Lake. Auf diese Wanderung nahmen sie ihre Kinder Billy, 8 jährig und Jo-Eveyn, 5 jährig mit und lebten zum grössten Teil von der Natur. Ihr Reisebericht und die Fotos, die sie beifügten, zeichnen ein interessantes Bild des Frances Lake vor 60 Jahren.

Quellen:
Yukon-Places and Names, R.C.Coutts, Moose Creek Publishing, 1980
Dawson Report, The Yukon Historical and Museums Association, 1987
This was the North, Anton Money, General Publishing Co Limited-Toronto, 1975
The National Geographic Magazine, May 1942